Erfolgreicher Abschluss unserer Postkartenaktion

Übergabe weiterer Aktions-Postkarten an den Bildungsausschuss des Landtags von Sachsen-Anhalt

Zwei Monate nach dem Beginn unserer Postkartenaktion, bei der Eltern von Schulkindern den Mangel und die Missstände an ihren Schulen dokumentiert haben, konnten wir dem Bildungsausschuss des Landtages von Sachsen-Anhalt zusätzliche 2142 Postkarten übergeben.

Frau Monika Hohmann (Vorsitzende Bildungsausschuss) und Herr Thomas Lippmann (ehem. Vorsitzender Bildungsausschuss) nahmen den prall gefüllten Schulranzen dankend entgegen.

An dieser Stelle möchten wir uns bei den vielen Eltern für die Teilnahme an unserer Aktion bedanken. Ein ganz besonderer Dank geht aber an die zahlreichen Elternvertreter, die unsere Aktion in ihre Schulen getragen haben. Nur durch diese tolle Unterstützung war solch ein Erfolg möglich.

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Pressemitteilung

Übergabe Postkarten an den Bildungsausschuss des Landtags am 25.01.2018

Termin: 25.01.2018, 08:45 Uhr im Landtag, Raum A016. Dort empfängt uns Monika Hohmann, die Vorsitzende des Bildungsausschusses im Landtag von Sachsen-Anhalt

Vor exakt zwei Monaten, am 25.11.2017 auf der Magdeburger Schulmesse, startete die Elternrat-Initiative „Bildung in Not“ eine Postkartenaktion. Seitdem dokumentieren Eltern von Schulkindern in Magdeburg und ganz Sachsen-Anhalt auf diesen Postkarten den Mangel und die Missstände an ihren Schulen. Mit der zweiten und letzten Übergabe von weiteren 2142 Postkarten aus über 24 Schulen heute an den Bildungsausschuss des Landtags senden wir Eltern deutliche Signale aus Sachsen-Anhalts Schulen direkt in den Landtag. Damit unterstützen wir die Forderungen der Volksinitiative „Den Mangel beenden“. Über 2000 Karten haben wir bereits am 08.12.2017 übergeben.

Im oberen Teil unserer Aktions-Postkarte konnten Forderungen nach bspw. mehr Lehrern, mehr pädagogischen Mitarbeitern oder nach weniger Unterrichtsausfall angekreuzt werden. Hier zeigt sich eine unterschiedliche Bedarfslage an weiterführenden Schulen im Vergleich zu Grundschulen. In Grundschulen (714 Karten) dominiert der Wunsch nach mehr Lehrern (85%), mehr pädagogischen Mitarbeitern (61%) und kleineren Klassen (51%). Eine eher untergeordnete Rolle spielen weniger Ausfall (38%) und neue Lernmaterialien (25%). Allerdings wird Unterrichtsausfall an Grundschulen für die Eltern oft nicht erkennbar, wenn aufgrund der bestehenden Betreuungspflicht versteckter Ausfall bspw. durch Klassenzusammenlegungen entsteht.

An weiterführenden Schulen (1367 Karten) werden ebenfalls mehr Lehrer (79%) und kleinere Klassen (44%) gefordert. Verstärkt im Fokus sind hier jedoch weniger Ausfall (52%) und neue Lernmaterialien (41%). Der Wunsch nach mehr pädagogischen Mitarbeitern (35%) ist sehr viel geringer ausgeprägt als an Grundschulen. 61 Karten erhielten wir aus Förderschulen, berufsbildenden Schulen und Schulen in freier Trägerschaft.

Im unteren Teil der Postkarte konnten Eltern eigene Anliegen übermitteln. Hier drei typische Beispiele aus den Rückmeldungen:

  • Grundschule Barnstädt / Saalekreis:
    „Unsere Schule läuft seit über zwei Jahren unterbesetzt. Stundenausfälle, Klassenzusammenlegungen (z.B. Sportunterricht mit 50 Schülern), Klassenaufteilungen, Streichungen jeglicher Kurse, Förderstunden … sind an der Tagesordnung. Lehrer im Vorbereitungsdienst werden wieder abgezogen um andere ‚Löcher’ zu stopfen.“
  • Albert Einstein Gymnasium in Magdeburg:
    Wir fordern mehr Lehrer und weniger Unterrichtsausfall! „Die Kinder haben eine Schulpflicht, dann muss auch für die Umsetzung gesorgt werden!!!“
  • Grundschule in Groß Mühlingen / Salzlandkreis:
    „Wir haben nur eine Klasse pro Klassenstufe und derzeit drei Lehrer auf vier Klassen. Die Schulzeiten wurden mittlerweile so angepasst, dass die Bus-Kinder ab Ankunft ca. eine viertel Stunde auf sich gestellt sind, bis die Schule öffnet.

Pressemitteilung

Pressemitteilung zur Elternrat-Initiative „Bildung in Not“ auf der Meile der Demokratie am 20.01.2018

 

Seit dem Start unserer Postkartenaktion am 25.11.2017 auf der Magdeburger Schulmesse ruft die Elternrat-Initiative „Bildung in Not“ die Eltern aller Schulen in Magdeburg und ganz Sachsen-Anhalt auf, die Missstände an ihren Schulen zu dokumentieren. Diese Postkartenaktion geht weiter. Auch hier auf der Meile der Demokratie können Eltern den Bedarf an ihrer Schule auf einer vorgedruckten Postkarte äußern.

Die ersten gut 2000 ausgefüllten Karten haben wir am 08.12.2017 an den Bildungsausschuss des Landtags übergeben (MDR und Volksstimme berichteten am 08.12.2017 bzw. 09.12.2017). Damit wollen wir nachdrücklich die Forderungen der „Volksinitiative gegen den Mangel“ nach mehr Lehrern und Pädagogischen Mitarbeitern unterstützen und die Wichtigkeit dieser Forderungen unterstreichen. Die „Volksinitiative gegen den Mangel“ wird derzeit im Landtag behandelt. Mit der Dokumentation des Mangels an unseren Schulen senden wir Eltern direkte Signale aus Sachsen-Anhalts Schulen in den Landtag.

Im oberen Teil unserer Aktions-Postkarte können die Forderungen nach bspw. mehr Lehrern, mehr Pädagogischen Mitarbeitern oder nach weniger Unterrichtsausfall angekreuzt werden. Im unteren Teil unserer Postkarte können Eltern eigene Anliegen übermitteln.

Hier vier Beispiele aus den bisherigen Rückmeldungen:

  • Grundschule in Groß Mühlingen / Salzlandkreis:
    „Wir haben nur eine Klasse pro Klassenstufe und derzeit drei Lehrer auf vier Klassen. Die Schulzeiten wurden mittlerweile so angepasst, dass die Bus-Kinder ab Ankunft ca. eine viertel Stunde auf sich gestellt sind, bis die Schule öffnet.“
  • Grundschule Stadtfeld in Wernigerode:
    „Wenn Schülerinnen mit Förderbedarf inklusiv (Inklusion nicht nur dem Namen nach, sondern nutzbringend für die Betreffenden) beschult werden, sollten Politiker endlich verlässliche Standards verabschieden. Wie viele zusätzliche Personalstunden erfordert inklusives Lernen pro Schüler? Wie viele Pädagogische Mitarbeiterinnen kommen auf wie viele Schüler? Wer übernimmt Essen-/Schlaf- und Hofaufsicht, Schwimmbegleitung und Betreuungsstunden, Arbeitsgemeinschaften und Klassennachmittage? Und reichen die dafür zur Verfügung gestellten Stunden an Ganztagsschulen?“
  • Albert Einstein Gymnasium in Magdeburg:
    Wir fordern mehr Lehrer und weniger Unterrichtsausfall! „Die Kinder haben eine Schulpflicht, dann muss auch für die Umsetzung gesorgt werden!!!“
  • Grundschule Barnstädt / Saalekreis:
    „Unsere Schule läuft seit über zwei Jahren unterbesetzt. Stundenausfälle, Klassenzusammenlegungen (z.B. Sportunterricht mit 50 Schülern), Klassenaufteilungen, Streichungen jeglicher Kurse, Förderstunden … sind an der Tagesordnung. Lehrer im Vorbereitungsdienst werden wieder abgezogen, um andere „Löcher“ zu stopfen.“